Sonderthemen Aus der Region Ein Schmuckstück am Südrand der Schwäbischen Alb
Aus der Region

Ein Schmuckstück am Südrand der Schwäbischen Alb

ORTSPORTRÄT / Die Ulrichsgemeinde engagiert sich für „Lebendige Ortskerne“ und „Integrierte Ländliche Entwicklung“.

Foto: Manfred Selzle

14.01.2022

Wittislingen. ILE – das steht für „Integrierte Ländliche Entwicklung“. Ein etwas sperriges Wortungetüm mit jedoch positiven Absichten. Gemeinden, die freiwillig einen ILE-Zusammenschluss bilden, können Förderungen erhalten wie beispielsweise das sogenannte „Regionalbudget“ von den Ämtern für Ländliche Entwicklung. Bereits 2015 haben die Gemeinden Wittislingen, Ziertheim und Mödingen die „ILE Egautal“ gegründet mit dem Ziel, die interkommunale Zusammenarbeit auszubauen.

In diesem Jahr haben sie sich erfolgreich für das Förderprogramm beworben. Der darauffolgende Andrang war groß, 18 Projektanträge wurden schließlich bei der VG Wittislingen eingereicht. Als förderfähig gelten Kleinprojekte, die im Sinne des Gemeinwohls zur Verbesserung der Lebensqualität vor Ort beitragen. Insgesamt konnten mehrere Zuschläge erteilt werden: So wurden die Spielplätze in Wittislingen und Zöschlingsweiler mit neuen Spielgeräten aufgewertet. Zöschlingsweiler und Schabringen haben nun eigene Defibrillatoren.

Die Freiwillige Feuerwehr Wittislingen erhielt eine Förderung für den Bau eines Kinderfeuerwehrfahrzeuges, der TSV Wittislingen für den Bau eines Bewirtungshäuschens und eines Zuschauerunterstands auf dem Sportplatz. Und auch sonst ist Wittislingen sehr engagiert, was nicht zuletzt die Entwicklung eines eigenen kommunalen Förderprogramms namens „Lebendige Ortskerne“ zeigt, das heuer gemeinsam mit Ziertheim und Mödingen vorgestellt wurde. 
      

Panoramaaufnahme von Zöschlingsweiler. Foto: Manfred Selzle
Panoramaaufnahme von Zöschlingsweiler. Foto: Manfred Selzle

Rege Bauaktivität und Investitionen in die Digitalisierung

Fleißig gebaut wurde im letzten Jahr auch im Neubaugebiet von Zöschlingsweiler, die ersten Häuser sind inzwischen bewohnt. Mit dem Verkauf der ehemaligen Fabrik Zöschlingsweiler begannen zudem die Vorbereitungen für den Bebauungsplan „Fabrikfeld“. Dringend Platz benötigt wird auch in den Gewerbegebieten, eine Erweiterung ist bereits geplant. Große Investitionen tätigte die Ulrichsgemeinde in den Bereichen Schule und Kindergarten. So wurde die Schule mit neuen Servern sowie Geräten für den Computerraum ausgestattet, auch die Lehrkräfte durften sich über neue Geräte freuen. Zudem verfügt nun jedes Klassenzimmer über WLAN, einen Beamer und eine Dokumentenkamera. Die hierfür nötigen Ausgaben belaufen sich auf 243.000 Euro und werden von Verwaltungsgemeinschaft und Schulverband getragen. Zudem wurden – um der weiter bestehenden Corona-Lage Rechnung zu tragen – sowohl Schule als auch Kindergarten mit Luftfiltern ausgerüstet.

Im Kindergarten wurde durch den Ausbau des Obergeschosses Platz geschaffen für eine zusätzliche Regelgruppe, 117 Kinder besuchen damit künftig Krippe und Kita.

Die Bauarbeiten für den neuen EDEKA-Markt sind indes in vollem Gange. Und bei der ehemaligen Bauschuttdeponie wurde heuer der Beschluss zur Sanierung und Rekultivierung gefasst.

Wittislinger Veranstaltungshighlights

Ein Highlight im Veranstaltungskalender des letzten Jahres markiert sicherlich der Festvortrag zur Fibel von Wittislingen, dem Sensationsfund vor genau 140 Jahren, in Kooperation mit dem Akademischen Forum Augsburg und dem Historischen Verein Dillingen.

Da aufgrund der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr keine Weihnachtsmärkte stattfinden durften, hat sich Wittislingen die „Adventsfensteraktion“ einfallen lassen, um wenigstens einen Hauch Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen. An dieser Idee möchte der Markt aufgrund der positiven Resonanz auch in diesem Jahr festhalten. (jvo/pr) 
     

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