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Auf der Suche nach Rückhalt

SPORT / Mit Rafal Gikiewicz startet der FCA nach Fabian Giefer und Tomas Koubek mit dem dritten neuen Torwart in drei Jahren in die neue Saison.

Das ist das Team des FC Augsburg für die Saison 2020/21: Physiotherapeut Rudi Ehmann (sitzend, von links), Physiotherapeut Markus Zeyer, Stürmer Maurice Malone, Mittelfeldspieler Tim Rieder, Torhüter Benjamin Leneis, Tomas Koubek, Rafal Gikiewicz, Stürmer Alfred Finnbogason, Verteidiger Jozo Stanic, Physiotherapeut Martin Miller, Zeugwart Salvatore Belardo, Reha- und Athletik-Trainer Andreas Bäumler (Zweite Reihe, von links), Reha-Trainer Daniel Müller, Torwarttrainer Kristian Barbuscak, Co-Trainer Jonas Scheuermann, Cheftrainer Heiko Herrlich, Co-Trainer Tobias Zellner, Co-Trainer Iraklis Metaxas, Spiel- und Videoanalyst Benedikt Brust, Mannschaftsarzt Andreas Weigel und Florian Elser, Mittelfeldspieler Carlos Gruezo (Dritte Reihe, von links), Verteidiger Philipp Max und Raphael Framberger, Mittelfeldspieler Jan Moravek, Stürmer Noah Sarenren Bazee, Mittelfeldspieler Fredrik Jensen, Verteidiger Marek Suchy, Mittelfeldspieler Daniel Caligiuri, Verteidiger Iago, Stürmer Marco Richter und Ruben Vargas, Verteidiger Mads Pedersen, Stürmer André Hahn (Vierte Reihe, von links), Verteidiger Jeffrey Gouweleeuw, Mittelfeldspieler Rani Khedira, Stürmer Sergio Cordova, Verteidiger Felix Uduokhai, Stürmer Michael Gregoritsch, Verteidiger Reece Oxford, Mitteldfeldspieler Eduard Löwen, Mittelfeldspieler Tobias Strobl und Stürmer Florian Niederlechner. Foto: FCA/Klaus Rainer Krieger

12.09.2020

Augsburg. Der FC Augsburg startet am Samstag, 19. September, 15.30 Uhr auswärts beim 1. FC Union Berlin in seine zehnte Bundesligasaison. Auch in diesem Jahr geben die Verantwortlichen als Saisonziel den Klassenerhalt aus. Torwart Andreas Luthe, den FCA-Trainer Heiko Herrlich nach dem Re-Start der Bundesliga in den letzten Spielen der vergangenen Saison statt Tomas Koubek auflaufen ließ und der dank guter Paraden zum Klassenerhalt beitrug, musste den Verein nun verlassen. Die Verantwortlichen legten ihm einen Wechsel nahe. Die neue Nummer Eins bei den Fuggerstädtern dürfte wohl der ablösefreie Neuzugang Rafal Gikiewicz von Union Berlin sein. Der 32-jährige Pole spielte eine starke Saison und sicherte seinem Verein, wie Luthe in Augsburg, den Verbleib im Oberhaus des deutschen Fußballs. Der zur Saison 2019/20 für 7,5 Millionen Euro verpflichtete Koubek konnte den Ansprüchen der sportlichen Leitung beim FCA nicht gerecht werden.

Seit dem Weggang von Marwin Hitz im Jahr 2018 zu Borussia Dortmund sind die Augsburger auf der Suche nach einem sicheren Rückhalt. Nun glaubt der Verein mit Gikiewicz eine Lösung gefunden zu haben. Auch der neue Torwarttrainer Kristian Barbuscak soll dazu beitragen und gleichzeitig Koubek besser machen. Ein Verkauf des Tschechen dürfte in Anbetracht der, für FCA-Verhältnisse, hohen Ablösesumme ausgeschlossen sein.
   

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Sportdirektor Stefan Reuter erklärte Anfang August, dass er den Siegeswillen in der Mannschaft vermisse. Somussten neben Luthe (Union Berlin) auch der langjährige Kapitän Daniel Baier (vereinslos), Fabian Giefer (Würzburger Kickers), Stephan Lichtsteiner (Karriereende), Tim Rieder (Kaiserslautern), Georg Teigl (Austria Wien) und Philipp Max (PSV Eindhoven) den Verein verlassen. Letzterer hatte immer wieder seine Wechselabsichten erklärt und betont, dass der FCA für ihn nur ein „Sprungbrett“ sei. Zudem kehrt der ausgeliehene Tin Jedvaj nach Leverkusen zurück. Um den Kader weiter auszudünnen, wurden Sergio Cordova (Arminia Bielefeld), Kevin Danso (Fortuna Düsseldorf), Maurice Malone (Wehen Wiesbaden) und Jozo Stanic (FSV Zwickau) verliehen.

Den Siegeswillen sollen neben Gikiewicz die Neuzugänge Robert Gumny (Lech Posen, zwei Millionen Euro Ablöse), Tobias Strobl (Borussia Mönchengladbach, ablösefrei) und Daniel Caligiuri (Schalke 04, ablösefrei) zurückbringen. Abzuwarten bleibt, inwieweit die Rückkehr von Michael Gregoritsch dafür förderlich sein wird. Der 26-jährige Stürmer war in der Rückrunde an Schalke 04 ausgeliehen, nachdem er beim FCA wegen „vereinsschädigender Aussagen“ gar suspendiert wurde.

Zudem nutzte der FCA die Kaufoption für Felix Uduokhai, der nur für ein Jahr ausgeliehen war. Für den 22-jährigen Innenverteidiger fließen sieben Millionen Euro von den Augsburgern auf das Konto vom VfL Wolfsburg. Inklusive Leihgebühr für die abgelaufene Saison in Höhe von 2,5 Millionen Euro kostet der junge Innenverteidiger die Augsburger rund zehn Millionen Euro.
   

Alfred Finnbogason (von links), Rani Khedira und Noah Sarenren Bazee präsentieren die Trikots für die kommende Saison. Foto: FC Augsburg
Alfred Finnbogason (von links), Rani Khedira und Noah Sarenren Bazee präsentieren die Trikots für die kommende Saison. Foto: FC Augsburg

Kriselt es bereits vor Saisonstart beim FC Augsburg?

Mitten in der Corona-Krise tätigte der Verein also einen seiner teuersten Transfers. Das soll nach Informationen der Sportzeitschrift „kicker“ für Verwunderung bei den Profis gesorgt haben. Denn zuvor hatte es Diskussionen zwischen Spielern und Verantwortlichen über einen Gehaltsverzicht während der Corona-Pause gegeben. Streitpunkt soll unter anderem gewesen sein, dass einige Spieler wissen wollten, wofür das Geld dann verwendet würde. Der Verein einigte sich schließlich auf einen Gehaltsverzicht von etwa zehn Prozent.

Damit folgte der FCA dem Vorbild einiger Ligakonkurrenten, die diese Entscheidung deutlich schneller getroffen hatten. Neben der Mannschaft verzichteten auch das komplette Trainer- und Funktionsteam sowie die Geschäftsführung und Abteilungsleiter des FCA von April bis Ende Juni auf Teile ihres Gehalts. FCA-Geschäftsführer Michael Ströll erklärte, dass der Verein bis Ende des Jahres Einnahmeverluste im zweistelligen Millionenbereich hinnehmen müsse. „Es ist ein wichtiges Zeichen, dass unsere Profis ebenfalls auf einen Teil ihres Gehaltes verzichten, um unseren FCA und besonders die zahlreichen Aktionen zu unterstützen, die wir unter dem Motto #augsburghältzusammen2020 für unsere Gesellschaft durchführen“, sagte dazu Sportdirektor Stefan Reuter.
   

In der Vorbereitung auf die kommende Saison absolvierte der FCA Testspiele gegen Drittligist SV Türkgücü Ataspor München (4:1), den österreichischen Bundesligisten SCR Altach (5:2), Zweitligist Jahn Regensburg (1:1) sowie den niederländischen Rekordmeister Ajax Amsterdam (0:1).

Die Führungsrolle vertraute Trainer Heiko Herrlich gegen Ajax Amsterdam Innenverteidiger Jeffrey Gouweleeuw an, obwohl mit Alfred Finnbogason, Florian Niederlechner und Rani Khedira weitere mögliche Baier-Nachfolger auf dem Platz standen. Die Kapitänsfrage ließ der Trainer bislang (bis Redaktionsschluss) noch offen. Spätestens heute Nachmittag wird diese geklärt sein, denn um 15.30 Uhr steht mit der Partie gegen den Oberligisten MTV Eintracht Celle im DFB-Pokal das erste Spiel der Saison an. Die Verantwortlichen beider Vereine einigten sich darauf, dass das Heimrecht getauscht wird. Aufgrund der Corona-Pandemie ist dies, entgegen der eigentlichen Regelung, derzeit möglich. „Wir haben es uns nicht einfach gemacht, eine seriöse Wirtschaftlichkeitsberechnung aufgestellt und uns dann gegen die Austragung im Günther-Volker-Stadion entschieden“, hatte Celles Abteilungsleiter Stefan Cohrs erklärt. Er betonte: „Am meisten tut es uns für unsere Fans leid, aber das finanzielle Risiko und den Aufwand, die Anforderungen innerhalb kürzester Zeit umzusetzen, wollen und können wir als Amateurverein nicht eingehen“.

Zumindest gegen Celle dürfte der neue Augsburger Schlussmann eher weniger im Fokus stehen, wenn sich der FCA auch in den vergangenen Jahren vermehrt gegen Amateurvereine schwergetan hat. Anders sieht es am ersten Bundesligaspieltag aus, wenn die Torhüter von Union Berlin und Augsburg auf ihre jeweiligen Ex-Clubs treffen. Patrick Bruckne

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